Kleiner Lehrsaal komplett renoviert

Zwischen Weihnachten & Silvester war es endlich soweit. Der kleine Lehrsaal wurde komplett renoviert. Hier war bereits schon seit längerem eine Renovierung angedacht, welche allerdings aufgrund von Finanziellen Problemen immer wieder verschoben werden musste. 

So wurde im Lehrsaal unter anderem ein komplett neuer Boden verlegt, die Wände neu tapeziert und eine abgehängte Deck mit integrierter Beleuchtung installiert. Aufgrund der verschiedenen Ausbildungen welche in diesem Lehrsaal abgehalten werden, standen noch andere Wünsche auf der Liste. So wurde auch eine Festinstallierte Leinwand angebracht, ein PC-System mit LAN-Anschluss an das THW-Netzwerk installiert sowie Deckenlautsprecher eingebaut.

Die Finanzierung wurde wie in so vielen Fällen schon von der THW Helfervereinigung Backnang übernommen.

LAN-Party & THW-Cinema-Night

Jeder der an diesem Tag die Unterkunft betrat dacht die falsche Tür erwischt zu haben. Wo man sonst bequem laufen kann und viel Platz hat muss man aufpassen, dass sich nicht eines der vielen Netzwerkkabel am Fuß kleben bleibt und entsetzte Schreie der EDV-Freaks nach sich zieht. PCs, Bildschirme, Netzwerkzubehör, Server, Kabel, ... soweit das Auge reicht.

Eine von THW-Helfern organisierte LAN-Party startete an diesem Wochenende.
In dem sonst stehts belebten kleinen Lehrsaal sitzen mehrere Personen mit Kopfhörern hinter riesigen Bildschirmen und nur das klappern der Tastaturen & surren der PC-Lüfter ist zu hören. Eine weitere Gruppe sitzt im großen Lehrsaal und spielt hier ebenfalls gegeneinander / miteinander bzw. gemeinsam gegen die Gruppe im anderen Lehrsaal.

Da es nicht jedermanns Geschmack ist die Nacht vor dem PC zu verbringen wurde parallel zu der LAN-Party die erste THW-Cinema-Night gestartet. So wurden bereits im Vorfeld in der Kantine ein komplettes Surround-System installiert, ein Beamer mit Leinwand in Position gebracht und die Bestuhlung entsprechend verändert. So konnte sich hier der andere Teil der Nachtschwärmer mit verschiedenen Filmen die Nacht um die Ohren schlagen.

Im gesamten waren beide Veranstaltungen durchaus gelungen und es wurde angeregt dieses „Spektakel“ mindestens einmal im Jahr durchzuführen. Was daraus wird – darüber werden wir Sie informieren.

Gasexplosion - Gemeinsame Übung Feuerwehr und THW

Gasexplosion auf dem alten Spinnereigelände. Gebäude eingestürzt, Personen vermisst. So lautete das Einsatzstichwort zur Großübung und gemeinsamen Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr Backnang und dem Technischen Hilfswerk Backnang (THW).

Nachdem der Einsatzleiter der backnanger Feuerwehr am Einsatzort eingetroffen war für ihn gleich klar, dass dies ein längerer Einsatz werden wird und forderte daraufhin gleich das THW an. Als das Gas abgestellt war und die Kameraden der Feuerwehr mit ihrem Erkundungskraftwagen keine explosionsgefährdende Gase mehr feststellen konnte, wurde daraufhin sofort mit der Brandbekämpfung im Inneren des Gebäudes begonnen. Gemischte Trupps der Feuerwehr und des THW drangen mit schwerem Atemschutz in das Gebäude vor und durchsuchten es nach verletzten Personen. Gleichzeitig bereiteten die zurückgebliebenen Helfer eine Transportmöglichkeit vom Dach des Gebäudes für die Verletzten. Großen Wert legten die Übungsbeobachter auf eine schonende und sichere Rettung der Opfer. Nun kam das technische Ortungsgerät vom THW zum Einsatz. Dieses Gerät ermöglicht das Orten von Personen unter großen Trümmerschichten. Kurze Zeit später trugen Feuerwehrkameraden drei Kinder zum Verletztensammelplatz. 

Nach einer kurzen Stärkung im Gerätehaus ein erneuter Alarm. Ebenfalls eine Explosion in einem Gebäude. Auch hier wurde besonderen Wert auf die Zusammenarbeit der beiden Rettungsorganisationen gelegt. 

Stadtbrandmeister Schlipf betonte bei der Übungsnachbesprechung wie wichtig es sei, dass Organisationen mit gleichem Rettungsgedanken immer wieder gemeinsame Übungen durchführen um miteinander bestmögliche Erfolge zu erzielen.

Das vom Jugend-THW beim letzten Schlauchbootrennen gewonnene Schwein wurde im Anschluß daran gegrillt und in gemütlicher Runde zusammen gegessen.

Hängesteg über die Murr

Ebenfalls im Bereich der Fachausbildungen der Bergungsgruppen stand an diesem Tag der Bau einer Hängebrücke über Murr auf dem Programm. Erschwerend kam an diesem Tag hinzu, dass die Tageshöchsttemperaturen um ca. 35°C lagen. 

Es wurden zwei Gruppen gebildet welche an jeder Uferseite ein Portal aus zwei Dreiböcken erstellen sollten. Um die beiden Greifzüge anzuschlagen zu können mussten am einen Murrufer ein Widerlager errichtet werden was die nächsten Probleme mit sich brachte aufgrund des trockenen und sehr lockeren Bodens – aber auch diese Problem konnte gelöst werden. 

Nachdem der Rest des Hängesteges fertig gestellt war wurde der Belastungstest durchgeführt, bei welchem 13 THW Helfer auf den Steg standen. Dieser knarrte heftig, hielt der Belastung aber ohne Problem stand.

Der komplette Aufbau des Steges ohne Materialzufuhr dauerte unter Übungsbedingungen ca. 2,5-3h.

Wasserrettungsübung mit der Feuerwehr Backnang

Eine Übung der anderen Art startete die Feuerwehr Backnang mit dem THW Backnang im Juni. Aus jeweils ca. 10-15 Feuerwehrleuten und Helfern des THWs wurden zwei gleichstarke, gemischte Gruppen gebildet. 

Das Übungsszenario sah vor, dass am anderen Ufer der Murr ein Verunglückter Kanufahrer sich mit letzter Kraft an einigen im Wasser verkeilten Zweigen festhält. 

Aufgabe der zwei Gruppen war nun diesen Kanufahrer schnellstmöglich zu retten, ohne zu Hilfenahme von Booten. Es konnte auch weder eine Drehleiter noch ein Kran bereitgestellt werden. Ein Zugang war nur von einer Uferseite möglich. Als Material stand der RW der Feuerwehr sowie der GKW1 und Holzmaterial des THWs zur Verfügung.


Nun wurde experimentiert und gebastelt. Innerhalb kürzester Zeit stellten sich ähnliche aber doch in einigen Punkten verschiedene Rettungsmöglichkeiten heraus. 

Beide Gruppen verwendeten Leiterteile als „Steg“ und verstärkten diesen mit Dielen. Um das ganze Konstrukt schwimmfähig zu machen, befestigte eine Gruppe einen Querträger unter diesem Steg an welchen zwei Hebekissen gebaut wurden um eine Stabilität zu erreichen und den Auftrieb zu gewährleisten.


Die andere Gruppe befestigte für den Auftrieb die Hebekissen direkt unter der Leiter was sich später als Problem in Bezug auf die Kippsicherheit herausstellte.

Abschluss dieser Übung bildete eine gemeinsame Manöverkritik mit anschließendem gemütlichem Vesper bei der Feuerwehr in Backnang.


Von beiden Seiten wurde diese Übung als sehr lehrreich und durchaus wiederholungsfähig eingestuft.